![]() | Autonomes Gebiet Chanty-Mansijsk |
| Das autonome Gebiet Chanty-Mansijsk umfaßt eine Fläche von ca. 535 Tausend Quadratkilometern. Das ist etwa die 1,5-fache Größe von Deutschland. Es liegt östlich des Uralgebirges im Westsibirischen Tiefland, ca. 2050 km von Moskau entfernt. Der Ob und die Irtysch durchfließen die Region. | Russland und das autonome Gebiet Chanty-Mansijsk |
Das Wappen von Chanty-Mansijsk | 1,5 Millionen Menschen leben im autonomen Gebiet, in dem es 16 Städte und 24 städtische Siedlungen gibt. Die Hauptstadt des autonomen Gebietes ist Chanty-Mansijsk mit 59500 Einwohnern. Die größten Städte im autonomen Gebiet sind Surgut, Nishnevartovsk und Neftejugansk. |
Bis zum Beginn des Erdölbooms lebten in diesem Gebiet Fischer, Jäger und Rentierzüchter. Es waren zumeist Chanten und Mansen,Völkergruppe der finno-ugrischen Völker. Sie sind die Ureinwohner dieses Gebiets. Nach jüngster Volkszählung im Jahre 2002 machen die Chanten und Mansen nur noch einen Bruchteil der Bevölkerung aus. Die meisten Einwohner sind Russen, die gemeinsam mit den Ukrainern und Weißrussen den stärksten Bevölkerungsanteil (über 75%) bilden.Tataren, Baschkiren,Tschuwaschen, Aserbaidshaner und Russlanddeutsche ergänzen die einheimische Bevölkerung. Die gegenwärtige Bevölkerungsstruktur ist das Ergebnis der Entdeckung und Ausbeutung der Erdölfelder in diesem Gebiet. Die Wirtschaft der Region wird vor allem geprägt durch die Erdöl- und Erdgasförderung. | ![]() |
![]() Erdölanlage in Westsibirien | Das Gebiet Chanty-Mansijsk ist einer der größten Erdöl- und Erdgasproduzenten Russlands und zählt in Rußland zu den bedeutendsten Wirtschaftsgebieten. 60 % des russischen Erdöls (280 Mio. t jährlich) werden gefördert.Das entspricht in etwa 5 % der Welterdölproduktion. Der Nachbarbezirk Jamalo-Nenjezk ist der größte Erdgaslieferant für Westeuropa.Die dominierende Rolle der Erdöl- und Erdgasförderung widerspiegelt sich vor allem in der Wirtschaftsstruktur des Gebietes. |
89,4 % der Wirtschaftskraft wird von der Öl- und Gasindustrie getragen. Die Erzeugung der Elektroenergie erreicht einen Anteil von 5,5 % an der industriellen Warenproduktion des Gebiets. 2,4 % der industriellen Warenproduktion werden durch den Maschinenbau und Metallverarbeitung gestellt. Mit nur 1,6 % an der Industrieproduktion ist der Anteil der Gasverarbeitung sehr gering. Wesentlich geringer ist dieser Anteil auch für die Waldwirtschaft, die Holzbearbeitung, die Baumaterialienindustrie und für die Nahrungsmittelindustrie, wo die Anteile bei 0,24 % bzw 0,17 % liegen. Mit 0,1 % ist dieser Anteil bei der Ölverarbeitung noch niedriger. Diese Zahlen verdeutlichen nicht nur die dominierende Rolle der Erdöl- und Erdgasförderung in diesem Gebiet, sondern auch die Chancen und Möglichkeiten dieser Region für ausländische Investoren. | ![]() |
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