TRANSFORM-Programm der Bundesregierung

Das TRANSFORM-Programm ist ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung der deutschen Regierung für den marktwirtschaftlichen und demokratischen Transformationsprozeß in Russland und in anderen mittel- und osteuropäischen Staaten.
TRANSFORM-Projekte sind Beratungen auf Regierungs-, Parlaments- und Föderationsebene zur Verbesserung der für eine soziale Marktwirtschaft notwendigen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Bei der Beratung auf zentraler Ebene steht die Beratung zur Verbesserung rechtlicher und administrativer Rahmenbedingungen im Vordergrund, die den Abbau von Investitionshemmnissen für deutsche Unternehmen in Rußland beschleunigen sollen.
Seit 1998 erfolgt eine verstärkte Förderung von Maßnahmen, die auf Wirtschaftskooperationen zwischen russischen und deutschen Unternehmen ausgerichtet sind. Dabei steht der Aufbau eines privaten Sektors, Förderung von Existenzgründungen, Umstrukturierung von Unternehmen, Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen im Vordergrund der Beratungen in den Regionen.

Modernisierungspartnerschaft Westeuropa-Russland -
Entwicklungsplan der Region Jugra zur Industrialisierung bis 2020

Ziele des bis 2020 aufgelegten TRANSFORM-Nachfolgeprogramms sind:
  • Überwindung der rohstofforientierten Monostruktur der Wirtschaft
  • Ansiedlung neuer Industriezweige in Verbindung mit Rohstoffverarbeitung und Dienstleistungen
  • Entwicklung der Infrastruktur (Bau von Eisenbahntrassen, Straßen und Städten)
  • Ansiedlung und Qualifizierung von Spezialisten
  • Entwicklung des Klein- und Mittelstandes (von derzeit 5,75% Anteil am Bruttosozialprodukt der Region auf 35% bis zum Jahr 2020)
Bestandteil des TRANSFORM-Nachfolgeprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist das Förderprojekt "Anbahnung und Intensivierung der Wirtschaftskooperation zwischen deutschen und russischen Klein- und Mittelstandes im autonomen Gebiet Chanty-Mansijsk. Berater für diese Projekt sind Herr Claus Brümmer, ehemaliger Leiter der Kreditanstalt für Wiederaufbau Koordinierungsstelle für deutsch-russische Wirtschaftsprojekte bei der deutschen Botschaft in Moskau, und Frau Dr. Maria Buchbach, Projektleiterin Osteuropa am BAZ e.V. Selbelang

Berufs- Ausbildungs- Zentrum Selbelang e.V.

Seit 1995 führt das BAZ Selbelang e. V. im Auftrag derBundesregierung (Auswärtige Amt und Bundesministerium für Wirtschaft) Schulungs- und Beratungsprojekte für kleine und mittelständische Unternehmen, Existenzgründer und Multiplikatoren in ausgewählten russischen Regionen durch:
  • 1995 bis 1998 TRANSFORM-Projekt Kirov
  • 1999 bis 2005 TRANSFORM-Projekt Syktyvkar (Republik Komi)
  • 2006-2007 Deutsch-Russische Kooperationsbörse in Kirov und Finanzierungskonferenz für den Klein- und Mittelstand
  • TRANSFORM-Nachfolgeprojekt autonomes Gebiet Chanty-Mansijsk
  • .

Flankierend zum Training und Coaching wurden mit dem Ziel der Kooperationsanbahnung zwischen deutschen und russischen Unternehmen sowie Einrichtungen durch das BAZ Selbelang e. V. in Zusammenarbeit mit den Unternehmerverbänden Berlin und Brandenburg als auch der Industrie- und Handelskammer Potsdam fünf Unternehmerreisen nach Kirov und in die Republik Komi durchgeführt. Mit dem Wirtschaftsministeriums des Landes Brandenburg wurde eine Kooperationsbörse Brandenburg - Kirow im Havelland organisiert.
Seit 2005 besuchen regelmäßig Wirtschaftsdelegationen aus den o.g. Regionen ihre Kooperationspartner in Brandenburg und Berlin.
Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, den russischen Mittelstand zu stärken und es mittelständischen deutschen Unternehmen zu ermöglichen, auf dem russischen Markt Fuß zu fassen.

Osteuropa-Projekte Republik Komi Region Kirov Region Jugra